10.300 Euro für Straßenkinder: Mein erstes InnenausSichten Charity Damen Golfturnier

Manche Ideen beginnen ziemlich unspektakulär. Und irgendwann steht man da, nach rund sechs Monaten Vorbereitung, schaut auf 59 Golferinnen, einen ziemlich grauen Himmel und fragt sich kurz, ob der Wettergott die Einladung vielleicht falsch verstanden hat. Am 1. August 2026 war es so weit: Mein erstes InnenausSichten Charity Damen Golfturnier zugunsten von Straßenkinder e.V. und Haus Tante E fand in Leipzig statt.
Natürlich ging es an diesem Tag um Golf. Für mich war aber von Anfang an etwas anderes wichtiger: Menschen zusammenzubringen, die bereit sind, gemeinsam etwas für Kinder und Jugendliche zu bewegen, die Unterstützung dringend brauchen. Genau deshalb ist dieser Beitrag für mich weniger ein Turnierbericht als eine Geschichte darüber, was entstehen kann, wenn viele ihren Teil beitragen.
Aus einer Idee wurden sechs Monate Vorbereitung
Ein Charity Turnier organisiert sich leider nicht dadurch, dass man eine schöne Idee hat und anschließend freundlich auf gutes Gelingen hofft. In den Monaten vor dem Termin gab es einiges zu organisieren. Sponsoren mussten gewonnen, Unterstützer gefunden und viele kleine Dinge miteinander abgestimmt werden.
Was mich dabei wirklich berührt hat, war die Bereitschaft vieler Menschen und Unternehmen, sich auf die Idee einzulassen. Es ging dabei nie darum, möglichst laut zu zeigen, wer welchen Beitrag leistet. Entscheidend war, dass überhaupt so viele bereit waren, Zeit, Unterstützung oder Sachpreise zur Verfügung zu stellen.
Auch zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben dazu beigetragen, dass aus der Planung am Ende ein gemeinsamer Tag werden konnte. Genau diese Zusammenarbeit war für mich schon vor dem eigentlichen Turnier ein wichtiger Teil der Geschichte.




59 Spielerinnen und sehr viel Regen
Am Turniertag gingen 59 Spielerinnen an den Start. Und dann kam der Regen. Nicht ein bisschen Nieselregen, bei dem man sich einredet, dass es gleich wieder aufhört. Mehrere Stunden Dauerregen begleiteten die Runde.
Umso schöner war es zu erleben, dass die Stimmung trotzdem gut blieb. Die Spielerinnen machten weiter, die Helferinnen und Helfer machten weiter und auch die Spendenbereitschaft ließ sich vom Wetter nicht beeindrucken. Ich glaube, genau in solchen Momenten merkt man sehr schnell, ob eine Veranstaltung wirklich von einer gemeinsamen Idee getragen wird.
Irgendwann zeigte sich dann doch noch die Sonne. Das fühlte sich nach den nassen Stunden fast wie eine kleine persönliche Entschuldigung des Wetters an.




Warum mir der gute Zweck so wichtig war
Der Erlös des Turniers ging an Straßenkinder e.V. und Haus Tante E in Leipzig. Gabi „Tante E“ Edler setzt sich seit mehr als 30 Jahren für wohnungslose und bedürftige junge Menschen ein. Diese Arbeit war für mich einer der wichtigsten Gründe, das Turnier überhaupt auf die Beine zu stellen.
Hinter solchen Einrichtungen stehen Menschen, die jeden Tag ganz konkret helfen. Deshalb wollte ich kein Event organisieren, bei dem der gute Zweck irgendwo im Kleingedruckten steht. Er sollte der eigentliche Mittelpunkt sein.
Für mich war es besonders schön zu sehen, wie viele Menschen diesen Gedanken mitgetragen haben. Denn am Ende entsteht Hilfe nicht durch eine einzelne Person. Sie entsteht, wenn viele sagen: Ich mache mit.




Am Abend wurde aus vielen Beiträgen eine große Summe
Nach dem sportlichen Teil ging der Tag in die Abendveranstaltung über. Auch hier zeigte sich wieder, wie viel Unterstützung zusammenkommen kann, wenn viele Menschen ein gemeinsames Ziel haben. TV Moderatorin Susanne Klehn unterstützte die Veranstaltung, und die DRH Stiftung sagte zusätzlich 3.000 Euro für die Weihnachtsfeier der Straßenkinder zu.
Bei der Tombola wurden alle 350 Lose verkauft. Dazu kamen weitere Spenden. Eine hochwertige Uhr wurde am Abend versteigert und brachte noch einmal 1.900 Euro ein.
Am Ende stand eine Gesamtsumme von 10.300 Euro für Straßenkinder e.V. fest. Diese Zahl hat mich natürlich sehr gefreut. Noch wichtiger war für mich aber das, was dahinterstand: Spielerinnen, Sponsoren, Helferinnen und Helfer und viele weitere Menschen, die gemeinsam dazu beigetragen haben.
10.300 Euro sind am Ende eine Zahl. Für mich erzählen sie vor allem davon, wie viel möglich wird, wenn viele Menschen gemeinsam etwas beitragen.




Was von diesem Tag bei mir bleibt
Wenn ich an das Turnier zurückdenke, erinnere ich mich natürlich an den Regen, an die Spielerinnen auf dem Platz und an einen langen Tag voller kleiner und großer Momente. Vor allem erinnere ich mich aber an das Gefühl, dass aus einer Idee tatsächlich etwas Gemeinsames geworden ist.
Ich wollte mit diesem Turnier Menschen zusammenbringen und gleichzeitig etwas für eine Organisation tun, deren Arbeit unmittelbar hier in Leipzig hilft. Dass daraus am Ende 10.300 Euro wurden, hätte ich mir zu Beginn der Planung natürlich gewünscht. Selbstverständlich war es trotzdem nicht.
Deshalb bleibt für mich vor allem Dankbarkeit. Für jede Spielerin, jeden Sponsor, jede helfende Hand und jeden Menschen, der gespendet oder einen Beitrag geleistet hat. Und vielleicht auch ein kleines bisschen die Erkenntnis, dass selbst vier Stunden Dauerregen einen guten Plan nicht unbedingt aufhalten können.







